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Katzenkaffee

Katzenkaffee? Was soll denn das sein?
Lässt man seinen Gedanken und Ideen freien Lauf, könnte man sich vorstellen, dass es möglicherweise Katzen gibt die Kaffee trinken. – Aber nein, so ist das nicht. Hinter dem Wort „Katzenkaffee“ versteckt sich eine andere Geschichte.

Der Katzenkaffee oder auch Kopi Luwak Kaffee genannt, ist einer oder sogar der teuerste Kaffee den man zurzeit kaufen kann. Aber was hat es nun mit dem Katzenkaffee auf sich und warum ist dieser so teuer?

Der Katzenkaffee ist in allen Hinsichten ein sehr spezieller Kaffee. Nicht nur der Geschmack unterscheidet sich von herkömmlichen Kaffees, sondern auch die Art und Weißt wie er entsteht.

Die Geschichte des Katzenkaffees:

Angefangen hat die Geschichte des Katzenkaffees auf den indonesischen Inseln Sumatra, Java und Sulawesi. Hier ist die Schleichkatze zu Hause und diese frisst unter anderem auf dem Boden liegende Kaffeekirschen. Allerdings kann nur das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen verdaut werden und so werden die Kaffeebohnen im Darm fermentiert und später von den Schleichkatzen ausgeschieden.

Bereits 1883 hat die Erfolgsgeschichte des Kopi Luwak begonnen, als die einheimische Bevölkerung die verdauten Kaffeebohnen sammelte, um sich daraus Kaffee zuzubereiten. Leider war ihnen nämlich der Zugang zu Plantagenkaffees verweigert, da diese in den Händen von Kolonialisten waren.
Hilfreich war den Einwohnern beim Sammeln der verdauten Bohnen die Tatsache, dass Katzen meist den selben Ort aufsuchen um ihr Geschäft zu verrichten. Somit viel es den Menschen viel leichter die Bohnen zu finden. Wenn diese dann gesammelt waren, wurden sie gewaschen und später geröstet.
Allerdings gab es zu dieser Zeit keine Garantie für gute Qualität, denn die Schleichkatzen aßen gute als auch schlechte Kaffeekirschen. Folglich waren in deren Exkrementen gute als auch schlechte Bohnen vermischt. Weiterhin hing die Qualität der Kaffeebohnen damit zusammen wie lange die Kaffeekirschen auf dem Waldboden gelegen hatten und wieviel Niederschlag es gegeben hatte.

Lange Zeit wurden die Katzen oft von den Einheimischen in Käfigen gefangen genommen und unter keinen guten Lebensumständen in den Käfigen gehalten. Mittlerweile gibt es jedoch schon andere Ansätze, bei denen sich Kaffeebauern zu einer ökologischen und tierschutzgerechten Produktion von Kopi Luwak verpflichten haben. Bei diesem Geschäftsmodell ist es auch gar nicht so unüblich, dass die Katzen auf den Plantagen frei herumlaufen.
Weiterhin ist es Wissenschaftlern 1996 gelungen, Enzyme aus dem Verdauungstrakt der Schleichkatzen zu isolieren und damit künstlichen Kopi Luwak Kaffee herzustellen.

Name des Katzenkaffee:

Katzenkaffee oder Kopi Luwak Kaffee.
Kopi ist die indonesische Bezeichnung für Kaffee und Luwak der Name der dort beheimateten Schleichkatze

Preis des Kopi Luwak Kaffees:

Der Preis des Katzenkaffees kann je nach Herkunft und variieren. Was man allerdings weiß ist, dass er zu den teuersten Kaffees der Welt zählt. Der Ausdruck „Braunes Gold“ passt daher wie die Faust aufs Auge.

Für 100g des gerösteten Spezialkaffees zahlt man im Moment zwischen 35€ und 40€.
Eine Tasse Kaffee kann aber auch schon einmal 50€ kosten.